Leitvers des Menno Simons:

Einen anderen Grund

kann niemand legen,

als den, der gelegt ist:

Jesus Christus. 

1. Korinther 3,11


Wer sind die Mennoniten?

Die Mennoniten entstammen der Täuferbewegung und sind damit die älteste protestantische Freikirche.

Die Ursprünge liegen in der Schweiz und Süddeutschland sowie in Norddeutschland und den Niederlanden.
Im Blick auf das Evangelium entwickelten sie folgende Einsichten, von denen einige zu wesentlichen Merkmalen heutiger Freikirchen wurden:

  • Die Gemeinde Christi soll ein freiwilliger Zusammenschluss mündiger Christen sein, unabhängig vom Staat. Loyalitätsbezeugung durch Eid lehnten sie als untragbares Versprechen ab, verweigerten der Obrigkeit jede bewaffnete Verteidigung und den Kriegsdienst unter besonderer Berufung auf die Bergpredigt.
  • Die Gemeinde soll frei von Herrschaftsstrukturen sein. Christen dienen einander mit den Gaben, die sie empfangen haben. Sie entscheiden auch durch  Konsensfindung als versammelte Gemeinde in allen Lehrfragen und Gemeindeangelegenheiten. 
  • Die Taufe soll nicht an unmündigen Kindern vollzogen werden. Vielmehr ist sie Ausdruck einer öffentlichen persönlichen Antwort auf die Gnade Gottes.

Diese Überzeugung, die uns auch heute noch wichtig ist, hatte eine enorme Wirkung und führte im Jahr 1525 zur ersten Taufe eines Erwachsenen, der sich sehr schnell viele anschlossen.
Der Name "Mennoniten" entstand als Schutzbezeichnung und geht auf den Namen des Priesters Menno Simons zurück, um der Verfolgung als Wiedertäufer zu entgehen.
Heute sind die Mennoniten weltweit vertreten, davon leben etwa 28.000 in Deutschland.


Die Mennonitengemeinde München

 Die Geschichte der Mennonitengemeinde München beginnt bereits 1527. Damals gab es in München eine kleine Täufergemeinde.

  • Aufgrund der Verfolgung wurden die Täufer/Mennoniten in München wie auch im übrigen Altbayern vollständig ausgetilgt. Erst der aus der Pfalz stammende Kurfürst und spätere König Max Josef I. holte Mennoniten aus der Pfalz und Lothringen nach Bayern.
  • Besonders in den Jahren um 1880 übernahmen mehrere Mennonitenfamilien in Südbayern Pachtgüter. So hat ihre Zahl um und allmählich auch in München wieder zugenommen. Das Zusammengehörigkeitsgefühl dieser Familien führte 1892/1893 zur Gründung der Mennonitengemeinde München.
  • Als freikirchliche Gemeinde sind wir in allen Belangen eigenständig und haben keine übergeordneten kirchenleitenden Strukturen.
  • Die für die Aufgaben der Gemeinde erforderlichen Mittel werden auf freiwilliger Basis durch Beiträge und Spenden der Gemeindeglieder aufgebracht.
  • Unsere Gemeinde besteht derzeit aus rund 50 Mitgliedern.
  • Das Gemeindeleben (Gottesdienste, Seminare, Hauskreise etc.) wird von den Mitgliedern der Gemeinde gemeinsam gestaltet und verantwortet.

 

Wir engagieren uns außerdem in der Flüchtlingsarbeit in München.

Seit November 1997 finden die meisten Gemeindeveranstaltungen im Gemeindehaus der Ev.-Luth. Simeonsgemeinde in der Violenstraße 6 in München statt.